Attraktiver Skibasar und Kinderflohmarkt 2017

 

Halberbracht. Der Förderverein des Kindergartens Halberbracht und der Verein für
Ski- und Freizeitsport Halberbracht veranstalten am Sonntag, 26. November, von

14.00 bis 16.30 Uhr einen großen Kinderflohmarkt und einen Skibasar in der HJE-
Halle.

Neben Artikeln „rund ums Kind“ erwartet die Besucher ein attraktiver Skibasar, bei
dem unter anderem Skier und Skischuhe erworben werden können. Die Artikel für den
Skibasar können am 26. November zwischen 11.00 und 13.00 Uhr in der HJE-Halle
abgegeben werden.

Auch in diesem Jahr bietet der Förderverein selbstgebastelte Weihnachtsdeko
aus vorwiegend natürlichen Materialien zum Verkauf an. Wie in den
letzten Jahren beginnt an diesem Tag auch wieder der Verkauf der „Halberbracht
Kalender“ für 2018.

Die Besucher erwartet ein reichhaltiges Kuchenbuffet. Über Kuchenspenden würden
sich die Vereine freuen. Eine Liste liegt im Kindergarten und bei der Metzgerei
Eickhoff aus. Gerne könne sie ihre Kuchenspende auch telefonisch im Kindergarten
ankündigen. Unter allen Kuchenspendern werden Preise verlost.

Auch Sitzgelegenheiten stehen den Besuchern in der HJE-Halle zur Verfügung.
Wer einen der 30 Tische zum Verkauf seiner Kinderartikel haben möchte, melde sich
bei Sarah Wolff unter 02721/6022974. Die Tischmiete beträgt 8 Euro.

 

Halberbrachter i-Männchen auf Umwegen

Lokalplus vom 18.09.2017

 

Eltern äußern sich zur Grundschule-Debatte

 

Lennestadt. In der Diskussion um die Neustrukturierung der Grundschulverbünde in Lennestadt haben sich Eltern aus Halberbracht gemeldet. Anbei die Pressemitteilung im Wortlaut.                        

 
 
„Montagmorgen, 7.15 Uhr: Die Halberbrachter i-Männchen verlassen das Haus in Richtung Elsper Grundschule. Sie steigen in den Linienbus, der zunächst durch die Baustelle nach Oberelspe fährt, dreht, erneut die Baustelle passiert und danach dann endlich Elspe ansteuert, damit die Schüler um 8.05 Uhr zum Unterrichtsbeginn in der Schule sind.
Nach der vierten Schulstunde, die um 11.35 Uhr endet, fahren die müden i-Männchen die gleiche Strecke mit dem Linienbus wieder zurück, um 55 Minuten nach Schulschluss endlich zurück in Halberbracht zu sein. Neben dem enormen Zeitaufwand, um das sieben Minuten entfernte Nachbardorf zu erreichen, erschüttern die Kinder regelmäßig Unvorhersehbarkeiten wie Busausfälle, Verspätungen oder auch Routenänderungen.
 
Warum kein Schulbus?
 
Warum ihnen ein Schulbus nicht den Weg erleichtert? Das verstehen die i-Männchen ebenso wenig wie wir als besorgte Eltern.  In der Ausschusssitzung am 12. September wurde seitens der Fraktionen stets unterstrichen, dass „kurze Beine kurze Wege“ zurücklegen sollen. Warum gilt das nicht für Halberbrachter Kinder? Nachdem die Halberbrachter Grundschule 2011 wegen zu geringer Schülerzahlen geschlossen wurde, hat sich das Thema Schulbus zu einem Jahre währenden  Streitthema zwischen Eltern und Stadtverwaltung entwickelt. Doch damit nicht genug!
 
 
Mit Neuordnung der Grundschulverbünde soll die Grundschule Oedingen zum Teilstandort der Grundschule Elspe werden. Da Oedingen selbst unter Zuordnung der Kinder aus Oberelspe dauerhaft nicht genügend Schüler zur Bildung einer Eingangsklasse hat und zudem die Klassengrößen der insgesamt drei Eingangsklassen des neuen Schulverbundes gleich groß gehalten werden, müssen die Oedinger Klassen mit Kindern anderer Orte aufgefüllt werden. Die Konsequenz wäre, dass Kinder aus Theten, Sporke, Hespeke oder Melbecke an der Elsper Grundschule vorbei bis nach Oedingen fahren müssten. Dies widerspricht dem Grundsatz „kurze Beine kurze Wege“.
 
Jahrgänge aufteilen
 
Alternativ könnten die Jahrgänge aus Halberbracht oder Elspe aufgeteilt werden. Ein Teil der Kinder fährt nach Elspe, der andere nach Oedingen. Jedes Jahr anders. Geschwisterkinder haben Vorrechte, doch reißt man ein Kind aus dem Jahrgang, damit es die gleiche Schule besucht wie das ältere Geschwisterkind? Geschlossen nach Oedingen zu gehen ist nicht möglich, da die Klassen dort in diesem Fall zu groß würden.
Das Hauptargument des Bürgermeisters zur Erhaltung kleinerer Standorte in der Ausschusssitzung vom 12. September war der Erhalt der dezentralen Stärke der Lennestädter Dörfer. Mit welcher Stärke und mit welchem Zusammenhalt dürfen Orte wie Halberbracht denn rechnen, wenn soziale Gefüge schon im Grundschulalter auseinander gerissen werden?
 
Planungssicherheit, Stabilität und Struktur
 
Sprechen wir als Halberbrachter uns nun für die Schließung der Oedinger Grundschule aus, nachdem wir diese schmerzhafte Erfahrung selber machen mussten? Nein! Wir sprechen uns als erstes für einen Schulbus für die Halberbrachter Grundschüler aus. Wir sprechen uns weiter auf Basis der vorliegenden Prognosezahlen für Planungssicherheit und ein durchdachtes Konzept zur Gestaltung der Grundschullandschaft in Lennestadt aus. Und zwar nicht erst in drei bis fünf Jahren, sondern schon jetzt. Wir sprechen uns für Stabilität und Struktur auch in den kommenden Jahren aus, indem schon heute mit der Planung eines langfristigen Konzepts begonnen wird, denn jedes Kind ist gleichermaßen Bürger dieser Stadt. Auch die Halberbrachter Kinder der Jahrgänge 2012 bis 2017!“

(LP)

„Unser Laden“ in Halberbracht muss vorzeitig schließen

Lokalplus vom 14.09.2017

 

Halberbracht. Das Lebensmittelgeschäft „Unser Laden“ in Halberbracht muss vorzeitig zum 30. September schließen. Damit verlieren die Dorfeinwohner ein Stück Selbstständigkeit. Aber warum fahren viele Kunden lieber in den nahe gelegenen Discounter, statt im eigenen Dorfladen einzukaufen? Betriebsleiterin Dagmar Dittmar spricht auf LokalPlus-Anfrage über die Gründe für die Auflösung von "Unser Laden".                        

 
 
Für die Einwohner von Halberbracht sollte der eigene Dorfladen ein Stück Unabhängigkeit bieten. Aber: „Da der Umsatz seit drei bis vier Jahren schwächer und das Minus zum Jahresende immer größer wird, ist es momentan nicht mehr möglich, das Angebot für die Kunden aus Halberbracht und Umgebung aufrechtzuerhalten", sagt Dittmar. Wirklich nachvollziehen kann sie diese Negativentwicklung nicht. „Bei uns war die Ware nicht viel teurer als im Discounter. Im Dorfladen bekam man ebenso wie im Supermarkt Produkte der Edeka-Marke", sagt sie. Im Jahr 2016 allein seien dem Dorfladen jedoch 5000 Kunden verloren gegangen; zudem sei pro Kopf deutlich weniger gekauft worden.
Dass nun das Lebensmittelgeschäft, das seit 2010 vom Inklusionsunternehmen „INTZeit-Arbeit“ betrieben wird, geschlossen werden muss, sorgt bei den Mitarbeitern für Enttäuschung. Zumal der Dorfladen vor allem mit Leidenschaft und weniger mit Blick auf Gewinn geführt worden sei.
 
Überwiegend ältere Kunden
 
Die Gründe für einen immer schwächeren Zulauf an Kunden seien, dass nur noch Menschen der älteren Generation aus Halberbracht ihren Einkauf im Dorfladen tätigen. „Die jüngeren Einwohner fahren lieber fünf Kilometer weiter zum nahe gelegenen Discounter“, erzählt die Betriebsleiterin. Das sei sehr schade, denn ein zufriedenstellender Umsatz komme nur zustande, wenn Einkäufe mit einem Wert von rund zwanzig Euro getätigt würden. Und dafür reiche der Kauf eines Bechers Sahne eben leider nicht aus, seufzt Dittmar.
 
 
Mit der Eröffnung des Lebensmittelgeschäftes in Halberbracht im Jahr 2010 sei die Idee verwirklicht worden, ein Geschäft zu eröffnen,  in dem Menschen mit Assistenzbedarf intarbeiten. Die Tochtergesellschaft „INTZeit-Arbeit“  des Sozialwerks St. Georg habe dieses Konzept ermöglicht. Das Ziel: zu einer erfolgreichen Integration beitragen. Im Dorfladen in Halberbracht haben zwei Azubis ihre Ausbildung abgeschlossen.
 
Erfolgreiches Kapitel der Ortsgeschichte
 
Eine Person befindet sich derzeit noch in der Ausbildung und soll diese in einem anderen Geschäft des Unternehmens „INTZeit-Arbeit“ fortsetzen. Zwei weitere Geschäfte unter dem Namen „Unser Laden“ betreibt das Unternehmen derzeit in Bad-Berleburg-Berghausen sowie in Bad Berleburg-Dotzlar.
Obwohl der Laden nun vor dem Aus steht, wertet Dittmar die knapp siebeneinhalb Jahre als Erfolg. Das Geschäft sei eine Bereicherung für den Ort gewesen. Besonders für die älteren Kunden, die kein Auto haben, sei das Einkaufen vor Ort ein Vorteil gewesen. „Auch Backwaren und einen Bring-Service haben wir für unsere Kunden angeboten“, erzählt Dittmar. Gutes
 
Arbeitsklima
 
Aber nicht nur für die Kunden, sondern auch für die Mitarbeiter habe der Laden einige Vorteile zu bieten gehabt. „Im Gegensatz zum Discounter, wo jeder Mitarbeiter Leistung bringen muss, zählte bei uns die vor allem die Gemeinschaft. Insgesamt ist das Arbeitsklima sehr angenehm gewesen, und untereinander gab es einen guten Zusammenhalt“, betont die Betriebsleiterin. Nun müsse jeder Mitarbeiter in einem neuen Umfeld von vorne anfangen. Ihre Angestellten habe sie aber ermutigt, positiv nach vorne zu schauen, denn Veränderungen könnten schließlich aus positiv sein.
 
 
Ein Abverkauf der Waren ist derzeit nicht vorgesehen. Die Produkte sollen auf die beiden anderen Läden in Bad-Berleburg-Berghausen und in Bad Berleburg-Dotzlar verteilt werden. Bis zur Schließung soll der Dorfladen in Halberbracht unter der Woche von 7 bis 14 Uhr geöffnet sein.
 
Ein Artikel von Patricia Korn

Sportfest 2017

Der Halberbrachter Dorfladen gibt auf

WP vom 04.08.2017

Volker Eberts

 

HALBERBRACHT.   Das Lebensmittelgeschäft „Unser Laden“ in Halberbracht schließt zum 30. November. Wieder geht ein Stück „Dorf“ verloren.

Mit roten Zahlen kann auf Dauer kein Geschäft überleben, auch nicht das Lebensmittelgeschäft „Unser Laden“ Lebensmittel & mehr in Halberbracht. Das Geschäft schließt zum 30. November. Das teilte gestern der Betreiber, die INTZeit Arbeit gGmbH mit. Sieben Jahre, seit 2010, betrieb das Inklusionsunternehmen den Halberbrachter Dorfladen, um Menschen mit Assistenzbedarf die Teilhabe am Arbeitsmarkt zu sichern.

„Leider sind wir inzwischen nicht mehr in der Lage, das Angebot für unsere Kunden in Halberbracht und Umgebung aufrecht zu erhalten. Obwohl wir in den letzten Monaten unsere Aktivitäten noch einmal hochgefahren haben und die Resonanzen durchweg positiv waren, sagen die Zahlen etwas anderes. Es reicht unter dem Strich nicht, um den Standort weiter zu betreiben“, begründet Einrichtungsleiterin Dagmar Dittmar die Entscheidung zur Schließung.

Bereits vor einem Jahr hatte die Leitung auf die prekäre Lage hingewiesen. „Wenn es zu weit in die roten Zahlen geht, müssen wir schließen“, sagte Dagmar Dittmar damals und kündigte gleichzeitig eine neue Werbeoffensive an. „Wir müssen die Halberbrachter wieder wach rütteln“, sagte Dittmar.

Was auch gelang. Dittmar: „Wir haben gemacht und getan, mit Vereinsvorständen und der Politik gesprochen und mit Knüllerpreisen gearbeitet. Es wurde auch besser, aber nach kurzer Zeit ist das alles wieder eingeschlafen.“ Die Kunden blieben weg, die roten Zahlen blieben. Auch die Idee, den Laden mit ehrenamtlichen Kräften zu betreiben, ließ sich nicht realisieren. Dittmar: „Wir haben alles versucht um den Laden zu halten.“

Aktivierung des Dorflebens

„Vom Konzept der Quartiersentwicklung und der Aktivierung des Dorflebens sind wir nach wie vor überzeugt. Aber ein Standort muss sich eben auch tragen“, sagt INTZeit Geschäftsführer Holger Gierth. „Unser Dank gilt in erster Linie den Kunden, die Unser Laden die Treue gehalten haben. Aber auch den vielen Fürsprechern und Partnern aus Politik,Vereinen und Vorständen und den Bürgern, die sich für Unser Laden eingesetzt haben.“ Vor 14 Tagen hatte das Management die Reißleine gezogen und die Schließung beschlossen. Die Reaktionen im Ort sind unterschiedlich: „Alle sind traurig, aber man den Schritt auch verstehen“, so Dittmar.

Sehr traurig sei auch das fünfköpfige Team, das jetzt auseinandergerissen werde. Arbeitslos muss wohl keiner werden. Die fünf Mitarbeiter und ein Azubi erhalten ein Angebot zur Weiterbeschäftigung an einem der INTZeit-Standorte in Berghausen, Dotzlar, Kreuztal, Siegen-Niederschelden oder Geisweid. In den sieben Jahren seit der Eröffnung haben drei Klienten des St. Georgs-Werks bei„Unser Laden“ in Halberbracht eine solide Verkäuferausbildung durchlaufen und abgeschlossen.

Erstmalig gibt es Frauenfußball beim TuS Halberbracht

WP vom 04.07.2017

 

Halberbracht

In der Geschichte des TuS Halberbracht hat es das noch nicht gegeben. Zum ersten Mal stellt der Verein eine eigenständige Frauenmannschaft auf die Beine. Viele Mädchen und Frauen, die mehrere Stationen in der Jugend des TuS Halberbracht durchlaufen haben, äußerten den Wunsch, in ihrem Heimatverein zu spielen. Der Verein war davon begeistert und entwickelte ein Konzept, um dies zu ermöglichen.

Kati Horst wird Spielertrainerin

In einem ersten Schritt konnte Kati Horst als Spielertrainerin gewonnen werden. Die 27-Jährige durchlief beinah alle Stationen in der Jugend von BW Oedingen und wechselte dann zu den Mädchen von Finnentrop. Im Seniorenbereich spielte sie für die Frauen des FC Finnentrop und wechselte einige Jahre später zu RW Lennestadt. Nun beginnt ein neues Kapitel für die erfahrene Spielerin mit ganz neuen Aufgaben in Halberbracht.

Die Mannschaft wird in der Kreisliga A starten. Das Training findet voraussichtlich dienstags und donnerstags um 19 Uhr auf dem Sportplatz an der Ziegenweide in Halberbracht statt. Interessierte Spielerinnen, die das 16. Lebensjahr bereits erreicht haben, sind herzlich willkommen und können sich unter 0162/ 9199094 melden. Die Frauen vom TuS würden sich sehr freuen.

Spielleute halten zusammen

WP vom 20.06.2017

Nicole Voss

 

Halberbracht 

Konkurrenzgehabe unter Musikvereinen und Tambourcorps ist Schnee von gestern. Man unterstützt sich, hilft sich gegenseitig und greift in einem anderen Verein zum Instrument, wenn Not am Mann oder Frau ist. Die Spielleute in Lennestadt halten zusammen. Beim Halberbrachter Schützenfest bildete sich in Windeseile ein Projektorchester. So etwas hat es bisher noch nicht gegeben.

Freiwillige gesucht

Nachdem in einem zähen Ringen der neue König Joachim „Schocker“ Schröder, einer der Aktivposten des Halberbrachter Tambourcorps, sich nach jahrelangem Kampf seinen Traum von der Königswürde erfüllt hatte, war klar, dass große Teile des Tambourcorps während des Festzugs im Hofstaat und nicht in den Reihen des Tambourcorps mitmarschieren würden. Nun ging es darum schnellstmöglich eine spielfähige Besetzung für den sonntäglichen Festzug zusammen zu stellen. „In einem stadtweiten Rundruf wurden Freiwillige gesucht, die den Verein samt König und Hofstaat in den richtigen „Tritt“ bringen sollen“, blickt Andreas Schmidt, Vorsitzender des Tambourcorps Oberelspe, auf die spontane Aktion zurück. Dies hatte zur Folge, dass 37 Musikerinnen und Musiker aus fünf Vereinen zum Festzug antraten und ein starkes „Ersatz-Tambourcorps“ für den Festzug bildeten. Im Anschluss an den Umzug brachten die Trommler und Pfeifer dem Königspaar noch ein gemeinsames Ständchen.“

Die verschieden farbigen Barrets, Schiffchen und Kappen der Musikerinnen und Musiker ließen auch optisch keinen Zweifel daran, dass hier ein Projektorchester, das in dieser Zusammenstellung wohl nie mehr zusammen spielen wird, durch die Straßen zog.

Kein Zufall

Dass die Aktion so erfolgreich war, ist aber kein Zufall. Seit einigen Jahren pflegen die Spielleute in Lennestadt unter dem Dach des eigenen Stadtverbands ein gutes Miteinander. Man kennt sich, schätzt sich und arbeitet auf mehreren Ebenen gut zusammen.

Beispiel Notenliteratur: Was bei den Blasorchestern mit ihrer einheitlichen Marschliteratur alltäglich ist, ist im heimischen Spielmannswesen noch nicht überall an der Tagesordnung. Anlass für den Stadtverband der Lennestädter Spielmannszüge bereits vor Jahren für eine Vereinheitlichung der Marschliteratur zu sorgen.

Stücke wurden vereinsintern überarbeitet, gemeinsame Proben wurden organisiert und die gängigen Märsche mit einheitlichem Notenmaterial neu angeschafft. Die Früchte dieser gemeinsamen Strategie konnten in Halberbracht gesehen und gehört werden.

Aktuell beschäftigt sich der Stadtverband auch mit einer einheitlichen Jugendausbildung auf Stadtebene. Hier sollen weitere Synergien gefunden werden.

Einige spielen nicht mehr

Die Kooperation, die von allen Verein getragen wird, ist auch aus der Not entstanden. Trotz Nachwuchswerbung haben manche Spielmannszüge bzw. Tambourcorps nicht mehr den Zulauf wie vor Jahren. Mehrere Vereine im Kreis mussten in den letzten Jahren den aktiven Spielbetrieb einstellen.

Neue Trommler und Flötisten, die in den Vereinen eine gute Ausbildung genießen möchten, sind immer herzlich willkommen. Wer Interesse am Mitwirken in einem der Lennestädter Tambourcorps in Altenhundem, Halberbracht, Elspe, Meggen und Oberelspe hat, ist eingeladen sich bei den Vereinsvorständen über die Ausbildung zu informieren.

Schützenkönig Joachim Schröder: „Das ist mein Jahr“

WP vom 12.06.2017

 

Schützenkönig Joachim Schröder: „Das ist mein Jahr“

Nicole Voss

 

 

 

HALBERBRACHT  Großer Jubel bei „Schocker“ Schröder.

. „Erst Prinz, dann König. So wird es gemacht“: Klare Ansage von Jochen „Schocker“ Schröder am Samstag an der Vogelstange in Halberbracht. Doch wer weiß, dass sich der Disponent bei der Firma Remondis schon mehrfach vergeblich am Königsvogel zu schaffen gemacht hat, geriet vermutlich ins Zweifeln. An der Vogelstange herrschte wie in den vergangenen Jahren reger Andrang.

Mit Julian Winkel, Dieter Drees, Mario Pagliarani, Dominic Henrichs, Ludger Quiter, dem Vereinsvorsitzenden Thomas Hufnagel, Joachim Schröder und „Quotenfrau“ Sarah Mettner legten auch zum Finale noch acht der anfänglich 37 Schützen an.

Stabiles Exemplar

Das neue Vogelbauer-Quartett hatte den Anwärtern ein besonders stabiles Exemplar serviert. Erst nach dem 123. Schuss ließ Joachim Schröder seiner Freude über den erfolgreichen Abschuss des Aars freien Lauf. Zu seiner Königin erwählte sich der 50-Jährige seine Frau Heike. Die ersten herzlichen Glückwünsche gab es von Sohn Kai, der es am Freitag auf die Jungschützenkönigswürde abgesehen hatte und gerne das Double ins Haus Schröder geholt hätte, und Tochter Julia. Den Apfel schoss Gisbert Klein und das Zepter Kai Thomsen. Thomas Hufnagel sorgte mit der von ihm geschossenen Krone für ein Novum: Beim Jungschützenkönigsschießen holte der Vereinsvorsitzende ebenfalls die Krone, mit seinem Ehrenschuss, was ihn natürlich eine Runde an die Jungschützen kostete.

Mehr geht nicht

Mehr als Joachim Schröder kann man in einem Jahr wohl nicht erreichen. Im Februar wurde er zum Prinz Karneval in Halberbracht proklamiert. Es folgte die Auszeichnung des Volksmusikerbundes für besondere Verdienste des langjährigen Schlagwerkers und ehemaligen Vorsitzenden des Tambourcorps. Im Mai folgte die Silberhochzeit und jetzt die Königswürde. Joachim Schröder, der vor 30 Jahren als Jungschützenkönig regierte, fasste treffend zusammen: „Das ist mein Jahr.“

Zuvor stellte der Schützennachwuchs am Lasergewehr seine Treffsicherheit auf die Probe. Als einziger unter 18 Bewerbern erreichte der zehnjährige Realschüler Collin Zorn die maximalen fünf Treffer und wurde zum Kinderkönig proklamiert.

Spannend bis zum letzten Schuss war auch das Jungschützenkönigsschießen: Hier hatte Myles Schulz mit dem 157. Schuss die Nase vorn. Der 20-Jährige wollte eigentlich schon zwei Runden vor dem Finale seine Schießmarke abgegeben. Lautstark angefeuert von den Jungschützen, ließ sich der Maschinenbau-Student anspornen und war im „Kampf“ gegen Patrick Hufnagel, Kai Schröder, Lars Henrichs, Sebastian Gödde, Tamara Drees und Luca Weiße erfolgreich. Letztgenannter verpasste zwar die Königswürde, wurde jedoch für den erfolgreichen Abschuss beider Flügel mit einem Schuss mit einer Kiste Gerstensaft belohnt.