Dreigestirn schunkelt im Dreivierteltakt

DerWesten vom 12.02.2018

 

HALBERBRACHT  . Das hartnäckige Karnevalsvirus griff am Samstag auch in Halberbracht um sich. Mitfeiern und Spaß haben, diesen Vorsatz hatten natürlich die Narren in der örtlichen Schützenhalle und das neue Halberbrachter Dreigestirn: Prinz Martin I. „Von den kahlen Birken“, (Wolff), ihre Lieblichkeit Jungfrau Renate (René Meiworm) und seine Deftigkeit Bauer Sven I. „vom düsteren Buchhagen“ (Alfes) längst gefasst.

 

Abwechslung ist Trumpf

Kaum dass sie die Bretter, die die Welt bedeuten, erklommen hatten, ließ das Trio keinen Zweifel daran. Prinz Martin Wolff ist im wahren Leben IT-Manager, hat zwei Kinder und zählt die Jagd und das Mountainbiken zu seinen Hobbys. Jungfrau René Meiworm verdient den Lebensunterhalt für sich und seine Familie als Konstrukteur. Seine Freizeit verbringt der 35-Jährige gerne mit Angeln, Heimwerken und Mountainbiken. Bauer Sven Alfes ist Mitglied der Feuerwehr, verheiratet, hat drei Kinder und ist von Beruf Radladerfahrer und Mischanlagenbediener. Die Halberbrachter Carnevals Company servierte wieder ein Programm, ausschließlich mit Eigengewächsen. Kein Problem. Tanzgarden und Solo-Tanzpaar, die neugegründete Prinzengarde mit ihren Tanzmariechen Klara Jankowsky und Pauline Grobbel, die immer pointierten Büttenreden von Annemarie Bieker und Margret Rauterkus, die Bänkelsänger und das Männerballett des VSF zählten zu den Garanten der karnevalistischen Sause.

Für endlose Lacher sorgte die Frauentheatergruppe, die leicht dramatisiert zeigte, wie Pflege in einigen Jahren aussehen könnte. Fast vier Stunden Programm die mit so mancher Rakete, gestartet von den Moderatoren Mario Pagliarani und Kai Thomsen, belohnt wurde.

Uli Eickhoff verabschiedet

Das genannte Duo trat in die Fußstapfen von Uli Eickhoff, der als Sitzungspräsident so manche Prunksitzung leitete und verabschiedet wurde. Dank galt auch Dirk Baues und seiner Lebensgefährtin Kerstin Hoffmann, die nach 15 Jahren ihren Job als Prinzenführer und Dreigestirnsbetreuer an den Nagel hängten.